Hohe Schrecke
Hohe Schrecke
Alter Wald mit neuer Zukunft – das ist das Motto der Hohen Schrecke. In dem nahezu unzerschnittenen Waldgebiet im Norden Thüringens hat sich nach Jahrzehnten der militärischen Nutzung ein großflächiges Wildnisgebiet entwickelt. Naturschützer bewahren nun diesen Schatz und entdeckten hier mehrere Urwald-Reliktarten – zum Beispiel Käfer, die eine besonders lange Waldtradition belegen. In der Hohen Schrecke kommen außerdem alle in Thüringen heimischen Waldfledermausarten vor – im Stamm einer einzigen Buche wurden rund 600 Fledermäuse gezählt. Ein Rekord! In einem Naturschutzgroßprojekt setzen sich Gemeinden und Naturschutzorganisationen gemeinsam dafür ein, diesen alten Wald so zu belassen. In einem Teil der Hohen Schrecke greift der Mensch nicht mehr ein. In diesem artenreichen, urwüchsigen Laubwald säumen riesige jahrhundertealte Buchen und Eichen die Wege, viele seltene Pflanzen und Tiere leben hier. Naturliebhaber können die Hohe Schrecke am besten zu Fuß auf thematischen Wegen oder auf zwei Rädern entdecken. Ein besonderes Wanderziel ist die neue Hängeseilbrücke, die aus 180 Metern das Bärental überspannt. Von hier aus lässt sich der Urwald der Hohen Schrecke weiter erkunden.
Details
Deutschland
Roßleben-Wiehe
06571