Riethnordhausen
Riethnordhausen
Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde die Gemeinde am Rieth unmittelbar im Norden der Landeshauptstadt Erfurt 876 in einer ostfränkischen Urkunde als „Nordhusa“. Den heute gebräuchlichen Ortsnamen gibt es seit 1483. Allgemein bekannt ist das Dorf als „Nurzen“, entstanden aus der hier in der Gegend gebräuchlichen Verkürzung der richtigen Ortsbezeichnungen. Das Wahrzeichen von „Nurzen“ ist die auch im Ortswappen verankerte Bonifatius-Kirche. Sie ist auf dem 183 Meter hohen Kirchberg gebaut worden und weit ins Land hinein zu sehen. Napoleon, der mit seinen Truppen 1806 durch die Gegend zog, soll sie deswegen „Thüringer Laterne“ genannt haben. Seit 2016 steht eine Fuchs-Bronzeplastik auf dem Schenksplatz in der Dorfmitte als Maskottchen der Einwohner, die sich selbst als „Bergfüchse“ bezeichnen.
1270 wurde das Dorf vom Landgraf Albrecht für 160 Mark Silber an Erfurt verkauft. Etwa 200 Jahre später ging es auch wieder gegen Geld an das Großherzogtum Sachsen Weimar, dem es bis 1918 unterstand. 1920 gehörte der Ort zu Kreis Weimar im Land Thüringen, ab 1952 in der DDR zum Bezirk Erfurt.
Heute hat der Ort rund tausend Einwohner. Die verkehrsgünstige Lage zur Landeshauptstadt und zur Kreisstadt und auch die Nähe zur Autobahn sind neben der allgemein gepflegten Erscheinung des Ortsbildes immer wieder Anreiz zu Neuansiedlungen.
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Deutschland
Riethnordhausen
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