Kirche Niederroßla
Kirche Niederroßla
Die Ersterwähnung einer Kirche in Niederroßla findet man 996.
1650 beginnt ein Kirchenbau. 1656 fiel die Kirche einem Brand zum Opfer.
Die heutige 1718–1723 unter Leitung des herzoglichen Landbaumeisters Johann Adolf Richter aus Weimar weitgehend neu errichtete barocke Saalkirche mit einem beschieferten Helmaufbau und Rokokozwiebel, begonnen 1670, wurde 1721 eingeweiht. Der dreiachsige Langhausbau weist einen polygonal geschlossenen Chor, zwei umlaufende Emporen, Malereien an den Emporenbrüstungen und der Langhausdecke, eine wappengeschmückte Herrschaftsloge, einen vierstufigen Kanzelaltar [mit Engelsfiguren, Weinreben und lebensgroßen Figuren von Moses mit den Gesetztafeln und Christus mit dem Kreuz] auf. 1899 erfolgte eine umfassende Renovierung. 1971/72 wurde die Kirche restauriert. 2000/02 musste wegen Schwammbefall eine Generalsanierung erfolgen.
Hier befindet sich der Grabstein von Magarete Kestner, der Nichte Martin Luthers, die in Niederroßla verheiratet war.
Die Orgel wurde 1735 von Heinrich Nicolaus Trebs (Weimar) gebaut. 1853 erfolgte durch Louis Witzmann (Orgelabnahme durch Johann Gottlob Töpfer) ein Umbau.
Das Geläut setzt sich aus zwei Eisenhartgussglocken der Firmen Ulrich & Weule (Apolda & Bockenem) aus dem Jahr 1920 und einer von Schilling & Lattermann (Apolda und Morgenröthe) aus dem Jahr 1957 zusammen. Als vierte Glocke befindet sich eine Bronzeglocke von Nicolaus Jonas Sorber (Erfurt) aus dem Jahr 1715 im Turm.
Das Pfarrhaus (neben der Kirche) gab es schon in vorreformatorischer Zeit, es wurde 1826 durch den Weimarer Architekten Coudray umgebaut.
Details
Deutschland
Ilmtal-Weinstraße OT Niederroßla
99510
An der Apoldaer Straße 2