Gangloffsömmern
Gangloffsömmern
Ganglof (=Gangloff) ist der Schutzheilige der hiesigen Kirche; Sumeringen = feuchte, nasse Gegend (=sömmern), Schilfa = Schilfe (Ort in feuchter, mit Schilf bewachsenen Gegend). Funde aus ältester Zeit belegen, dass in den beiden Ortsteilen Gangloffsömmern und Schilfa seit Jahrtausenden Menschen siedelten, die sich hauptsächlich von den fruchtbaren Äckern ernährten. Prägend für das Ortsbild Gangloffsömmerns ist die auf einer Anhöhe westlich des Dorfes erbaute Kirche mit ihren dominierenden romanischen Doppeltürmen, während für Schilfa die den Ort einschließenden Buschgruppen typisch sind. Eng verbunden mit den Dörfern waren die seit Jahrhunderten ansässigen Adelsgeschlechter deren von Brühl und von Hagke. Immerhin sind aus diesen Familien der berühmte Premierminister des August des Starken zu Sachsen, Heinrich von Brühl, sowie Militärs und Landräte hervorgegangen. Einen hohen Stellenwert in ornithologischen Fachkreisen hat auch der in Gangloffsömmern geborene „Vogelprofessor“ Johannes Thienemann, dessen Forschungen zum Vogelzug bahnbrechend waren.
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Deutschland
Gangloffsömmern
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