Gauforum Weimar
Gauforum Weimar
Am nördlichen Rand der Innenstadt befindet sich eine rund 40.000 Quadratmeter umfassende Anlage, die den Nationalsozialisten als Zentrale für Propaganda- und Verwaltungszwecke dienen sollte. Der Entwurf des Gebäudekomplexes stammte von Architekt Hermann Giesler. Adolf Hitler war an den Planungen beteiligt und auch zum ersten Spatenstich 1936 in Weimar anwesend. Das Gauforum sollte Sitz der Gauleitung werden. Geplant waren fünf Großbauten, drei davon für Verwaltung und Repräsentation. An der Ostseite war eine Versammlungshalle für 20.000 Menschen vorgesehen, ebenso sollte es einen zentralen Aufmarschplatz geben. Das Prestigeobjekt in Weimar galt lange Zeit als Prototyp für 40 weitere geplante Gauforen in ganz Deutschland. Bei den Bauarbeiten wurden Häftlinge des KZ Buchenwald eingesetzt. Die Gebäude in Weimar wurden nach Kriegsende fertig gestellt, dann vor allem von Bildungseinrichtungen genutzt. Seit 1990 ist das denkmalgeschützte Areal Hauptsitz des Thüringer Landesverwaltungsamts. In der ehemaligen Versammlungshalle befindet sich seit 2005 ein Einkaufszentrum. 2023 eröffnet im Turmgebäude eine neue Dauerausstellung zur Geschichte des Ortes.
Details
Deutschland
Weimar
99423
Jorge-Semprún-Platz